In diesem Monat erschienen: Juni 2014

Liebe macht blind

Wie intellektuelle Filmpublizisten das Intellektuelle in der Filmpublizistik abschaffen wollen Sprechen wir über Liebe – genauer gesagt über Cinephile, laut Duden „Person[en], deren Interessen und Aktivitäten sich ganz auf die Filmkunst richten“. So ausschließlich hätte ich selbst es nicht definiert, und sicherlich noch nicht einmal die anderen Cinephilen, von denen hier die Rede sein soll. Die deutsche Filmpublizistik – oder zumindest eine bestimmte Nische derselben im Netz – hat längst eine cinephile Wendung vollzogen, die …

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Treibgut: The King of Pigs

Treibgut: The King of Pigs

  Zu wenig ausgearbeitet, um ein Essay zu sein und viel zu sehr interessiert an Kleinigkeiten, um als Kritik durchzugehen: Treibgut ist das, was an einem so hängen bleibt, wenn man im Bilderstrom badet. Der Ablauf scheint leicht vorherzusagen: Bald wird es eine Welle euphorischer Kritiken geben für „The King of Pigs“ von Sang-ho Yeon, die Filterblase wird bis ins Platze zerdehnt werden, verbunden mit Aufforderungen, diesem ungewöhnlichen Werk, das nur in „ausgewählte Partnerkinos“ kommt, …

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Das Land unter

Das Land unter

  „Harms“ oszilliert zwischen Gangsterthriller und Milieustudie, zitiert den Mythos des Genres und scheitert dabei auf faszinierende Weise Nicht nur ist der Gangster längst eine mythische Figur im Kino, nicht nur trägt Heiner Lauterbach das Image seiner alkoholisierten Vergangenheit und seines Machismo in jede Rolle – auch die Vorbilder von Lauterbach und Regisseur Nikolai Müllerschön, die den Film gemeinsam produziert haben, erzählen von mythensatten Milieus und Ländern: Die Namen Melville und Scorsese etwa haben beide …

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Treibgut: 22 Jump Street

Zu wenig ausgearbeitet, um ein Essay zu sein und viel zu sehr interessiert an Kleinigkeiten, um als Kritik durchzugehen: Treibgut ist das, was an einem so hängen bleibt, wenn man im Bilderstrom badet. Gestern Abend habe ich einen sehr albernen Film gesehen, und ich habe herzlich gelacht dabei. Ich saß in der Pressevorführung von „22 Jump Street“, Beginn war gegen 18.30 Uhr, da haben auch Kollegen Zeit, die tagsüber in Redaktionen der, drücken wir’s mal …

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