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Der schmale Draht zwischen Leben und Tod

Foto: Sony PicturesFoto: Sony Pictures

 

Braucht man noch einen Film über Philippe Petits Seiltanz am World Trade Center? Ja – weil Robert Zemeckis in „The Walk“ gewaltige Panoramen ohne Pathos und ein charmantes Schelmenstück gelingen.

In der Tat, diese Geschichte ist schon erzählt worden. Seinen waghalsigen Drahtseilakt zwischen den Türmen des World Trade Centers hat der französische Akrobat Philippe Petit in einem eigenen Buch rekonstruiert – viel deutlicher zurück ins öffentliche Bewusstsein brachte ihn aber James Marshs Dokumentarfilm „Man on Wire“, der 2009 den Oscar für den besten Dokumentarfilm gewann. Einen detailversessenen Thriller ohne Bösewichte hatte Marsh montiert, die hochspannende Geschichte eines selbstverständlich vollkommen illegalen Coups aus dem Sommer 1974, einen Film, randvoll mit Archivmaterial. Und mit Standbildern der angeblich 44 Minuten, die Petit auf dem Seil verbrachte und während denen er acht Mal hin- und hergelaufen sein soll zwischen den Zwillingstürmen, während an beiden Seilenden die verblüffte Polizei auf ihn wartete.

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Treibgut: Noah

Zu wenig ausgearbeitet, um ein Essay zu sein und viel zu sehr interessiert an Kleinigkeiten, um als Kritik durchzugehen: Treibgut ist das, was an einem so hängen bleibt, wenn man im Bilderstrom badet. Der Name der Kategorie passt so perfekt zu ihrem ersten Gegenstand, dass ich hier lieber mal darauf hinweise, dass dieser Zusammenhang rein zufällig ist. Licht aus. Weiter →